Handwerk mit allen Sinnen erlebt
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ROTTWEIL, 2. April (pm) - Unter dem Motto Handwerksberufe mit allen Sinnen erleben stand in den letzten Wochen der Epochenunterricht der Schülerinnen und Schüler der 2. und 3. Klasse in der Rottweiler Waldorfschule. Neben dem theoretischen Kennenlernen verschiedener Gewerke wurden die Arbeitsbereiche von Schuster, Töpferin und Schreiner zum besonderen Erlebnis. |
Die Künstlerin Angelika Karoly empfing die Schulklasse in ihrem Töpferatelier. Sie erzählte wissenswertes über die Gewinnung von Ton und die Geschichte des Töpferhandwerks. Das Drehen an der Töpferscheibe beeindruckte die Kinder so, dass sie es später als Zaubern an der Töpferscheibe bezeichneten. Die Schüler durften zwei Werkstücke aus Ton selbst formen.
In der Holzmanufaktur Rottweil waren die Kinder der Waldorfschule ebenfalls gern gesehene Gäste. Unter Anleitung von zwei Lehrlingen besichtigten sie die noch traditionell arbeitende Schreinerei. Vom Planungsbüro über das Lager bis in die Werkstätten: keine Tür blieb den neugierigen Kinderblicken verschlossen. Besonders interessant wurde es auch hier für die Kinder, als sie praktische Arbeiten verrichten konnten. Sie lernten in der Glaserwerkstatt das Glasschneiden und -brechen kennen. Anschließend fertigten sie selbst ein kleines Werkstück mit Leim und Nägeln, das zuletzt geölt und mit nach Hause genommen wurde.
Alle drei Besuche eröffneten den Kindern Möglichkeiten und greifbare Erfahrungen, die den Unterricht der Handwerksepoche in der Schule nachhaltig machten und einen Ausblick in interessante Berufsfelder gaben. Die Klasse konnte feststellen, dass bei jedem Handwerk Genauigkeit und Zuverlässigkeit wichtige Tugenden sind.
Einführend und begleitend probten die Kinder das Theaterstück "Erde und Mensch". Hier waren ebenfalls viele Handwerksberufe und ihre typischen Tätigkeiten darzustellen. Die kleinen Schauspieler zeigten sich hier als sehr wandlungsfähig, da sie selbständig in viele unterschiedlichen Rollen zu schlüpfen hatten und viele Texte und Lieder frei vortragen konnten. Für die Zuschauer war die Aufführung dann ein Augen- und Ohrenschmaus.
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